Hunde Erziehen - Mit der 5er BasiHunde Erziehen - Mit der 5er Basiss

Sei dir bewusst darüber was dein Hund mag und was nicht.

Namen erklären

Die Grundvoraussetzungen dafür, dass dein Hund dir zuhört, ist, dass du ihm schon seinen Namen erklärt hast. Das geht in der Regel ganz schnell und dazu verwende ich entweder kleine Futterbrocken oder schon ein herzliches Lob mit einem sanften Abstreichen an der Brust. Immer wenn ich mich dem Hund zuwende und auch wenn der Hund sich mir zuwendet, spreche ich freundlich seinen Namen aus und lobe ihn. Entweder indem ich ihm ein Stückchen Futter gebe oder mit dem herzlichen Lob und der sanften Berührung. Es ist auch möglich, die Gabe des Futterbrockens noch mit einer sozialen Geste zu unterstützen. So ist es dann perfekt gelöst. Etwas fürs Herz und etwas für den Magen.

Hör mir zu

Erst wenn dein Hund dir wirklich zuhört, wirst du ihm all die Dinge vermitteln können, die dir wichtig sind.

  1. Du sprichst deinen Hund freundlich, ruhig und leise an. Reagiert er darauf, hört er von dir sofort ein herzliches Lob.
  2. Reagiert dein Hund nicht, unterbrichst du seine Aufmerksamkeit auf die Sache, mit der er sich gerade beschäftigt. Dazu nutzt du einen Störer oder Unterbrecher. Das kann ein Fingerschnippen, ein Klatschen in die Hände oder auch ein deutliches Schlagen mit der Hand an dein Hosenbein sein. Daraufhin wird der Hund von seiner Aufgabe ablassen und dich anschauen. Dann hört er von dir sofort wieder ein inniges Lob, bei dem auch sein Name einmal vorkommt.
  3. Ist dein Hund nicht von seiner Aufgabe zu lösen, dann gehst du ruhig und freundlich zu ihm hin, tippst ihm auf die Schulter oder berührst ihn an einer anderen Körperstelle. Wendet er sich dir daraufhin zu, stimmst du sofort wieder in dein Lob ein und nennst seinen Namen.

Ganz nebenbei wird er sich dadurch immer mehr an dir orientieren und dir im Laufe des Tages vermehrt auch Angebote zum Einstieg in eure Beziehung machen.

Du wiederholst seinen Namen nicht. Sprich ihn ein einziges Mal mit seinem Namen an, danach folgt dein Lob. In Stufe 2 wiederholst du seinen Namen nur noch einmal während des Lobs.

Am Anfang darf es für deinen Hund keine Lösung sein sich einfach von dir zu entfernen, wenn du in die Kommunikation mit ihm einsteigen willst. Daher startest du mit diesem Einstieg an der Leine. Will er sich entfernen wenn du ihn ansprichst hinderst du ihn also mit der Leine nur am Weggehen, ziehst ihn aber niemals zu dir heran. Später erfolgt der Ablauf ohne Leine und in der Entfernung. Nutze dafür am Anfang nachdem die Leine weggefallen ist einen Raum mit einer Begrenzung, zum Beispiel einen eingezäunten Garten oder ähnliches. Steigere dich erst, wenn du dich sicher fühlst den Reiz deines Hundes hin zum Schnüffeln Spielen oder Fressen unterbrechen zu können. Je mehr Sicherheit du selbst gewinnst, umso mehr transportierst du diesen Ablauf in alle Bereiche eures Miteinanders.

Fordere den Einstieg in diese Kommunikation nicht zu oft. Zu Beginn sind 10 bis 15 Wiederholungen über den Tag verteilt ausreichend. Zieh den Hund nicht von seiner Tätigkeit ab. Nach einer Reaktion, die du dir von ihm gewünscht hast, darf er sofort weitermachen mit seinen Wichtigkeiten. Das heißt, dass das Rufen seines Namens nicht bedeutet dass er alles unterbrechen und sofort zu dir kommen soll. Tut er das allerdings von sich aus kannst du gleich den Rückruf festigen

Der Aufbau muss geprägt sein von Klarheit und Freundlichkeit. Du trittst deinem Hund nur wohlwollend gegenüber. Auch wenn es schon auf Stufe 1 mal nicht sofort klappt bleibst du beharrlich bei der Sache. Am Anfang ist es völlig ausreichend wenn sich ein Hund Ohr in deine Richtung dreht. Dem werden schnell Augen und Nase folgen danach der Kopf mit dem gesamten Körper und bald wird sich dein Hund bei der Ansprache gern nach dir ausrichten um nichts zu verpassen.